Warum wird dieses Projekt durchgeführt?

Im Rahmen eines vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit unterstützten Forschungsprojekts wird untersucht, ob bei Hochrisikopatientinnen durch eine zusätzliche telemedizinische Betreuung ein optimierter Schwangerschaftsverlauf erreicht werden kann und die Risiken für Präeklampsie oder andere Komplikationen gesenkt werden können.

Darüber hinaus wird analysiert, ob der Gewichts- und Blutdruckverlauf in der Schwangerschaft durch die telemetrische Übertragung genauer und zuverlässiger erfasst werden kann und ob die Therapieanpassung bei einer notwendigen Behandlung erhöhter Blutdruckwerte verbessert wird.

 

bateles 01Was ist eine Präeklampsie?

Die Präeklampsie („Schwangerschaftsvergiftung“, EPH-Gestose) ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. In etwa 1 von 50 Fällen tritt diese Erkrankung bereits vor der 32. Schwangerschaftswoche auf. Vor allem diese frühe Präeklampsie ist zudem oft mit einer kindlichen intrauterinen Wachstumsverzögerung (IUWR) kombiniert. Eine Präeklampsie kann somit für Mutter und Kind sehr gefährlich werden.

Auch wenn die Erkrankung erst ab der 20. Woche mit Krankheitszeichen auftritt, entsteht die eigentliche Ursache, eine gestörte Einnistung und Entwicklung der Plazenta, schon im ersten Drittel der Schwangerschaft. Daher sollte das Risiko für eine Präeklampsie möglichst frühzeitig erkannt werden, damit rechtzeitig eine Prophylaxe begonnen und zudem die Schwangerschaft engmaschig überwacht werden kann.